In der Botschaft der Wildtiere erwartet dich Deutschlands einziges Naturfilmkino.
Einmal in der Woche, am Naturfilm-Mittwoch, zeigen wir faszinierende Dokumentationen über Europas wilde Bewohner. Freu’ Dich auf faszinierende Bilder und spektakuläre Szenen, die unserem Blick normalerweise verborgen bleiben. Im Rahmenprogramm geben interessante Gäste Einblicke hinter die Kulissen des Naturfilms. Sichere dir die besten Plätze – am besten jeden Mittwoch!
Die 50 besten Langfilme des Filmwettbewerbs kannst du ab sofort immer am Mittwochabend im Kino der Wildtiere erleben. Wann welcher Film läuft, erfährst du weiter unten im Kinoprogramm.

Kinoprogramm







Schnupper rein in die Schule der Tierkinder
Sonntag, 31. August 2025, 11 bis 17 Uhr in der Botschaft der Wildtiere
Für Hamburgs Schüler beginnt bald der Unterricht, und auch Tierkinder müssen viel lernen: Wie üben Vögel fliegen? Wie tarnt sich das Rehkitz? Wie lernt der Schweinswal atmen? Komm zu unserem Sommerfest und entdecke, wie wilder Nachwuchs ins Leben startet. Freu dich auf eine Rallye durch unsere interaktive Ausstellung, auf die geöffnete Lernwerkstatt und deinen Wildtier-Stundenplan für zu Hause.
Die Ausstellung ist regulär von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Das Kino der Wildtiere zeigt ab 14:30 Uhr den Film „Kleine Meise ganz groß“.

Ein Film von Alexander Sommer
Luchse, Nerze, Sumpfschildkröten und Ziesel zählen zu den seltensten und scheuesten Tieren der Welt. Sie alle waren aus Deutschland verschwunden. Nun sollen sie in ihre alte Heimat zurückkehren. Dieser Film begleitet sie auf ihrer Reise, zurück in ihren einst verlorenen Lebensraum.
Dieser Film ist eine von 50 ausgewählten Produktionen für die European Wildlife Film Awards (EWFA) und steht zur Wahl für den Publikumspreis, der im Februar 2026 verliehen wird. Kinobesucher haben vor Ort die Möglichkeit, den Film zu bewerten.
Zu Gast
Der Filmemacher Alexander Sommer wird zu Gast sein und nach der Vorführung Fragen aus dem Publikum beantworten.
Über den Regisseur
Alexander Sommer arbeitet seit 2008 beim Tierfilm. Nach seinem Studium der Visuellen Kommunikation spezialisierte er sich bei der renommierten Produktionsfirma Light & Shadow auf das Filmen von Tieren - zunächst vor allem in Lateinamerika.
Seit Beginn der Wiederansiedlung der Luchse im Pfälzerwald begleitet er dessen Rückkehr filmisch. So wurde die Idee zur ersten eigenen Fernsehproduktion „Wilde Heimkehrer“ geboren. Dafür setzte er zusammen mit Kameramann Philipp Klein auf den Einsatz hochwertiger 4K-Kamerafallen. Bei seiner Arbeit als Autor und Regisseur legt Alexander größten Wert auf dramaturgisches Storytelling und eine bildliche Nähe zu den tierischen Protagonisten.



Ein Film von Herbert Ostwald
Die Bayerische Kurzohrmaus ist eine der seltensten Tierarten der Welt. Erst 1962 von dem Zoologen Dr. Claus König in den Alpen entdeckt, gilt sie seither in Bayern als verschollen. Ein Forscherteam rund um den Entdecker sucht in freier Wildbahn nach den Nagern. Und nur drei Exemplare aus Tirol leben im Zoo Innsbruck. Dort wird versucht, sie zu vermehren. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt – gegen das Aussterben vor unserer Haustür.
Dieser Film ist eine von 50 ausgewählten Produktionen für die European Wildlife Film Awards (EWFA) und steht zur Wahl für den Publikumspreis, der im Februar 2026 verliehen wird. Kinobesucher haben vor Ort die Möglichkeit, den Film zu bewerten.
Über den Regisseur
Herbert Ostwald studierte Biologie in Berlin, arbeitete ab 1988 beim SFB-Hörfunk als Reporter und bei der Tageszeitung „Neue Zeit“ als Redakteur. Seit 1995 macht Ostwald kurze und lange Filme über Mensch, Tier, Umwelt und Wissenschaft u.a. für ARD, ZDF, Arte, terramater und National Geographic. 1997 Teilnehmer der „Wildlife Filmmaking School“ in Schweden. 2002 Teilnehmer der „Discovery Campus Masterschool“ in München. 2003 für „Fabelhaftes Langohr“ beim Grimme-Preis nominiert, hat Ostwald zahlreiche Preise bei nationalen und internationalen Festivals gewonnen, 2018 den „Big Panda“-Wissenschaftspreis mit „Nacktmulle – Superhelden der Forschung“ beim „Wildscreen“-Festival in Bristol/England. Er saß zweimal in der greenscreen-Jury und gewann 2015 und 2018 in Eckernförde Publikums- und Wissenschaftspreis.



Ein Film von Uwe Anders
Deutschlands nördlichstes Bundesland ist stark von der Landwirtschaft geprägt, überrascht aber mit einer unerwarteten Artenvielfalt. Mit Glück lassen sich dramatische Hirschkämpfe, Sumpfohreulen im Balzflug, Eidechsen, die aus winzigen Eiern schlüpfen, scheue Kreuzottern beim Liebesspiel und gigantische Starenschwärme beobachten.
Über zwei Jahre war Tierfilmer Uwe Anders für seine Dokumentation in Schleswig-Holstein unterwegs. Entstanden ist ein überraschendes und sehr besonderes Naturportrait von Deutschlands wildem Norden.
Dieser Film ist eine von 50 ausgewählten Produktionen für die European Wildlife Film Awards (EWFA) und steht zur Wahl für den Publikumspreis, der im Februar 2026 verliehen wird. Kinobesucher haben vor Ort die Möglichkeit, den Film zu bewerten.
Über den Regisseur
Geboren 1962 in Wolfenbüttel, machte Uwe Anders seinen Schul- und Studienabschluss in Braunschweig. Mit einer Analyse des Balzfluges von Prachtlibellen mit extremer Zeitlupenkamera schloss der Diplom-Biologe (Zoologie/Ökologie) sein Studium ab. Seit 1992 arbeitet Anders als Naturfilmer, zeitweise auch als Naturfotograf etwa für das Institut für den wissenschaftlichen Film (Göttingen) und das ZDF, seit 1996 überwiegend für den NDR / NDR Naturfilm. Uwe Anders ist verheiratet und hat zwei Kinder.





Ein Film von Franz Hafner
Die Natur ist immer in Bewegung. Seit Jahrtausenden wandern Wildtiere in bestimmten Korridoren: Waldbewohner benötigen zusammenhängende Wälder, Fische brauchen ununterbrochene Netze von Wasserwegen und Vögel ziehen von Rastplatz zu Rastplatz.
Diese Wanderungen sorgen dafür, dass die genetische Vielfalt erhalten und die Populationen gesund bleiben. Viele Korridore sind heute jedoch durch menschliche Siedlungen, Straßen, Fabriken oder Kraftwerke unterbrochen. Der Film beginnt an der Deviner Pforte, die eines der vielfältigsten Ökosysteme des europäischen Kontinents beherbergt. Dort, wo die Flüsse March und Donau zusammenfließen und die Karpaten und Alpen auf die Ausläufer der asiatischen Steppe treffen, kreuzen sich uralte Migrationsrouten und unterschiedliche Tier- und Pflanzenwelten.
Dies ist der Ausgangspunkt für eine filmische Reise durch die grenzenlose Natur Europas. Eine Reise, die den Zuschauer in die Vergangenheit führt, aber auch viel über die moderne Welt, die Herausforderungen für die Tierwelt des Kontinents und die Zukunft verrät.
Dieser Film ist eine von 50 ausgewählten Produktionen für die European Wildlife Film Awards (EWFA) und steht zur Wahl für den Publikumspreis, der im Februar 2026 verliehen wird. Kinobesucher haben vor Ort die Möglichkeit, den Film zu bewerten.
Director's Statement
„Nicht selten war ich im oft zähen Verkehr zum nächsten Drehort unterwegs“, erinnert sich „Universum“-Regisseur Franz Hafner. „Dabei kam mir die Idee zu diesem Film. Denn wie ich reisen auch Wildtiere. Mir wurde bewusst: Über das uralte Wegenetz der Tiere hate der Mensch brachial ein neues gelegt, war buchstäblich darübergefahren: Agrarflächen, Siedlungen, Industriegebiete und Flusskraftwerke blockieren die natürliche Wanderrouten.“
„Während wir durch Europa gefahren sind, konnten wir anschaulich erleben, wie sehr wir Menschen mit unseren Transportwegen die Lebensräume der Wildtiere zerschnitten haben. Das war beeindruckend und erschreckend zugleich“, sagt Hafner.




Ein Film von Jens Westphalen und Thoralf Grospitz
An der Grenze von Polen und Belarus, im größten Nationalpark Polens in den Biebrza Niederungen, leben rund 1.500 Wisente. Autobahnen und intensive Landwirtschaft machen jedoch auch vor der Natur im Osten Polens nicht halt. Doch noch zeigt die Natur hier einen Artenreichtum, der in Europa seinesgleichen sucht.
Bis 1952 stand es schlecht um die Wisente. In freier Wildbahn waren sie ausgestorben, nur wenige Exemplare überlebten in Gefangenschaft. Dank eines internationalen Zuchtprogramms ist es gelungen, Wisente im Urwald von Bialowieza anzusiedeln. Dabei spielen sie für den Artenschutz eine bedeutende Rolle: Als sogenannte Lebensraumgestalter halten sie Wälder offen und sorgen für Strukturreichtum in der Landschaft. Dank ihres dichten Fells sind Wisente Kältespezialisten. Selbst Temperaturen weit unter minus 20 Grad Celsius sind für sie kein Problem.
Die Biebrza Niederungen sind ebenfalls ein Paradies für Biber und Fischotter. Über 100 Kilometer schlängelt sich das Flusstal durch die Landschaft. Hier finden die größten Nagetiere Europas und die agilen Wassermarder noch ausreichend Lebensraum und Nahrung. Etwa 2.500 Wölfe leben noch in Polen, rund vier- bis fünfmal so viele wie in Deutschland. Die Menschen haben sich mit den Rudeln arrangiert, selbst wenn sie im Winter näher an die Dörfer herankommen. Gefährlich sind die Wölfe allerdings für viele Wildtiere, selbst für Elche, die größte aller Hirscharten.
Wisente, Wölfe, Elche – sie leben in einer Region, die seit vielen Jahren Sperrgebiet ist an der Grenze von Polen zu Weißrussland. In dieser Abgeschiedenheit konnten sich die Bestände erholen und entwickeln. Der Krieg gegen die Ukraine ist nur wenige Kilometer entfernt, mit dramatischen Folgen, auch für die Tierwelt.
Dieser Film ist eine von 50 ausgewählten Produktionen für die European Wildlife Film Awards (EWFA) und steht zur Wahl für den Publikumspreis, der im Februar 2026 verliehen wird. Kinobesucher haben vor Ort die Möglichkeit, den Film zu bewerten.
Zu Gast:
Thoralf Grospitz, einer der beiden Filmemacher, wird zu Gast sein und nach der Vorführung Fragen aus dem Publikum beantworten.



Vorführungen & Veranstaltungen
Wir prämieren ganz großes Kino: Im Kino der Wildtiere ist auch Hamburgs neues, ganzjähriges Naturfilmfestival mit dem höchstdotierten Naturfilmpreis Europas zu Hause.
Die European Wildlife Film Awards (EWFA) sind der erste Naturfilmwettbewerb, der ausschließlich Dokumentationen über die europäische Tier- und Pflanzenwelt auszeichnet. Es gibt insgesamt sechs Preiskategorien. Bereits für den ersten Wettbewerb 2025 wurden 245 Filme eingereicht. Eine Jury mit Experten aus Naturschutz, Medien, Wissenschaft und Kultur kürte die Gewinner in den Kategorien Tierwelt, Biodiversität, Naturschutz und Storytelling. Aber auch Kinobesucher haben die Möglichkeit, die Filme zu bewerten. Sie wählten den besten Kurzfilm, und sie bestimmen über den Publikumspreis, der erstmals 2026 vergeben wird. Zur Wahl stehen 50 Produktionen, die bis zur nächsten Preisverleihung im Februar 2026 im Rahmen des Naturfilm-Mittwochs im Kino der Wildtiere laufen. Wann du welchen Film erleben – und bewerten – kannst, erfährst du oben im Kinoprogramm.

Unseren Kinosaal kannst du mieten. Für ein besonderes Event, eine Präsentation oder einen Vortrag. Ausgestattet mit modernster Technik, eingebettet in die Ausstellung und mit Platz für bis zu 199 Personen bietet der Haymo G. Rethwisch Saal einen außergewöhnlichen Rahmen für deine Veranstaltung.
Ansprechpartnerin: Bettina Vajen, Veranstaltungsmanagement


Mi 10–21 Uhr
Do–So 10–18 Uhr
Montags geschlossen
Mi-Do 18–21 Uhr
Fr 16–23 Uhr
Sa 12–23 Uhr
So 12–21 Uhr
Ermäßigt und Jugendliche
ab 14 Jahren: 5 Euro
Kinder frei (Einlass nur in
Begleitung eines Erwachsenen)
Ermäßigt und Kinder: 4 Euro
Kindergeburtstage: 130 Euro (2 Std.)

Mi-Do 18–21 Uhr
Fr 16–23 Uhr
Sa 12–23 Uhr
So 12–21 Uhr
Die Küche schließt abends eine Stunde vor Restaurantschluss.
Wer nur ins Restaurant „akan afrofusion“ möchte, kann den Eingang an der Ostseite des roots nutzen.
Ja, das kannst du. Entweder am Empfang oder am Ticket-Automaten, den du direkt am Eingang findest.
Kannst du, musst du aber nicht. Du kannst dein Ticket als Ausdruck oder als PDF auf dem Handy bei uns scannen lassen.
Menschen mit Mobilitätseinschränkungen können sich in der Botschaft ungehindert bewegen. Es gibt einen Aufzug, der dich vom Erdgeschoss ins Warftgeschoss bringt.

